Wer eine FritzBox 7590 nutzt, kennt das vielleicht: Das WLAN schwankt plötzlich, Geräte verlieren die Verbindung oder das 5-GHz-Netz taucht nur sporadisch auf. Besonders in dicht bebauten Wohngebieten oder in einem Mesh-Setup fällt das Problem häufiger auf. Hier findest du die wichtigsten Ursachen – und vor allem die effektivsten Einstellungen, um dein WLAN dauerhaft stabil zu bekommen.
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Typische Symptome bei instabilem WLAN
Viele Nutzer berichten von ähnlichen Problemen:
- Geräte verlieren kurzzeitig die Verbindung
- WLAN-Geschwindigkeit bricht stark ein (z. B. 300 → 20 → 100 Mbit)
- Das 5-GHz-Band erscheint zeitweise gar nicht
- Video-Calls und Streams ruckeln oder brechen ab
- Smart-Home-Geräte reagieren nur verzögert
Diese Symptome weisen oft auf überlastete Kanäle, problematische automatische Funktionen oder Störungen in der Umgebung hin.
Häufige Ursachen für WLAN-Abbrüche
Es gibt mehrere Gründe, die bei der FritzBox 7590 häufig auftreten:
- Überlastete Funkkanäle durch Nachbarn
- Automatischer Kanalwechsel (Auto-Channel) verursacht kurze Unterbrechungen
- DFS-Kanäle führen zu Radarprüfungen und Abschaltungen
- Band Steering oder PMF sorgt bei älteren Endgeräten für Probleme
- Mesh falsch konfiguriert oder veraltete Firmware
- Störungen durch Wände, Möbel, DECT oder Bluetooth
- Energiesparfunktionen oder alte WLAN-Treiber an Endgeräten
Die gute Nachricht: Die meisten Probleme lassen sich mit ein paar Anpassungen schnell lösen.
Die besten Lösungen für ein stabiles WLAN
1. Feste, störungsfreie WLAN-Kanäle einstellen
Die automatische Kanalwahl ist komfortabel – führt aber oft zu Abbrüchen. Besser: feste Kanäle nutzen.
2,4 GHz: Kanal 1, 6 oder 11 testen
5 GHz: Kanal 36–48 bevorzugen → keine DFS-Radarprüfung
➡️ Auto-Channel deaktivieren: Das reduziert spontane Kanalwechsel, die Verbindungen abbrechen lassen.
2. WLAN-Einstellungen der FritzBox optimieren
- WLAN-Koexistenz deaktivieren
- PMF (Protected Management Frames) auf optional stellen
- Band Steering deaktivieren, wenn ältere Geräte Probleme machen
- 160 MHz abschalten, statt 80 MHz nutzen
- Separate SSIDs für 2,4 GHz und 5 GHz – z. B. MeinWLAN_24 & MeinWLAN_5G
Viele Endgeräte kommen mit diesen Einstellungen deutlich besser zurecht.
3. Mesh richtig konfigurieren
Wenn du Repeater nutzt:
- Repeater-Firmware aktualisieren
- Falls möglich: Repeater als LAN-Brücke statt WLAN-Brücke betreiben
- Doppelte SSIDs oder falsch eingerichtete Mesh-Knoten entfernen
Ein sauber konfiguriertes Mesh ist deutlich stabiler und schneller.
4. Router optimal platzieren
Die Position spielt eine größere Rolle als viele denken:
- FritzBox möglichst zentral aufstellen
- Nicht im Schrank, nicht hinter TV oder Möbeln
- Abstand zu DECT-Basis, Babyphones, Mikrowellen, Bluetooth usw.
- Für 5-GHz-Netze ggf. einen zusätzlichen Repeater nutzen
5. Firmware prüfen und aktualisieren
Viele WLAN-Probleme wurden in verschiedenen Updates behoben.
Menü:
System → Update
Falls du lange nicht aktualisiert hast, kann ein Update direkt zu deutlich mehr Stabilität führen.
6. Endgeräte überprüfen
Oft liegt das Problem nicht an der FritzBox, sondern an den Geräten:
- WLAN-Treiber aktualisieren
- Energiesparmodi deaktivieren
- Bei einzelnen Problemgeräten: nur 2,4 GHz erzwingen
7. FritzBox neu starten oder zurücksetzen
Wenn nichts hilft:
- Nach größeren Änderungen einmal neu starten
- Bei hartnäckigen Problemen: Werksreset
- Danach Konfiguration sauber neu einrichten
Fazit
Die meisten WLAN-Abbrüche der FritzBox 7590 hängen nicht mit einem defekten Gerät zusammen, sondern mit Kanälen, DFS-Radarprüfungen oder automatischen Funktionen, die viele Endgeräte nicht gut vertragen. Mit festen Kanälen, einer optimierten Konfiguration und einem sauber eingerichteten Mesh bekommt man das WLAN in den meisten Fällen schnell wieder stabil.
FAQ: Häufige Fragen zur FritzBox 7590 & WLAN-Problemen
1. Warum bricht mein 5-GHz-WLAN ständig ab?
Oft liegt das an DFS-Kanälen (Radarprüfung). Sobald die FritzBox Radar erkennt, wird das 5-GHz-Band kurz abgeschaltet. Lösung: auf Kanal 36–48 wechseln.
2. Sollte ich lieber 2,4 GHz oder 5 GHz nutzen?
5 GHz ist schneller, aber empfindlicher. Wenn du viele Wände dazwischen hast oder ältere Geräte nutzt, kann 2,4 GHz stabiler sein – dafür aber langsamer.
3. Bringt ein Repeater wirklich etwas?
Ja, aber nur bei korrekter Einrichtung. Optimal ist ein LAN-Repeater, danach erst ein WLAN-Repeater. Falsch platzierte Repeater machen das Netzwerk eher schlechter als besser.
4. Wieso hilft ein Kanalwechsel so viel?
Weil viele Haushalte die gleichen Kanäle automatisch nutzen. Mit festen Kanälen vermeidest du ständige Wechsel und Abbrüche.
5. Muss ich für ein stabiles WLAN eine neue FritzBox kaufen?
In den meisten Fällen nein. Die 7590 ist auch heute noch leistungsfähig. Meist genügt eine saubere Einstellung oder ein Repeater an der richtigen Stelle.
6. Kann ein Firmware-Update wirklich WLAN-Probleme lösen?
Ja. In fast jedem AVM-Changelog werden WLAN-Optimierungen erwähnt. Wenn du eine ältere Version nutzt, lohnt sich ein Update fast immer.
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