GMKtech NucBox M8 Test Starke Mini-PC Leistung mit OcuLink
GMKtech NucBox M8 Test Starke Mini-PC Leistung mit OcuLink

GMKtech NucBox M8 Test: Starke Mini-PC Leistung mit OcuLink

GMKtech NucBox M8 im Test: Kompakter Mini-PC mit überraschender Leistung

Kompakte Mini-PCs gibt es mittlerweile in allen Leistungsklassen und Preisspannen. Einige überzeugen auf ganzer Linie, andere lassen wichtige Features vermissen. Der GMKtech NucBox M8 sticht jedoch bereits auf dem Papier aus der Masse heraus.

Ausgestattet mit dem AMD Ryzen 5 Pro 6650H, 16 GB DDR5-Arbeitsspeicher und einem OcuLink-Anschluss verspricht der kleine Rechner erstaunlich viel Rechenleistung auf minimalem Raum. Wir haben die NucBox M8 ausführlich getestet und geprüft, wie gut sich das System bei alltäglichen Aufgaben, Office-Workloads und Gaming schlägt.

Die wichtigsten Eigenschaften auf einen Blick

MerkmalGMKtech NucBox M8
ProzessorAMD Ryzen 5 Pro 6650H (6 Kerne, 12 Threads)
GrafikeinheitAMD Radeon 660M (Integriert)
Arbeitsspeicher16 GB LPDDR5 (Fest verlötet)
SpeicherNVMe PCIe SSD (Inkl. zweitem M.2 Slot)
ErweiterbarkeitOcuLink & USB 4 für externe Grafikkarten (eGPU)
KonnektivitätDual 2.5G LAN, Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.2
AnschlüsseUSB-C (100W PD 3.0), HDMI, DisplayPort, 4x USB-A

Lieferumfang und Ersteindruck

Der Lieferumfang beschränkt sich auf das Wesentliche, um eine schnelle Inbetriebnahme zu ermöglichen. Neben dem Mini-PC selbst liegen ein Handbuch, ein HDMI-Kabel sowie ein kompaktes 100-Watt-Netzteil in der Verpackung. Unnötiger Schnickschnack wird erfreulicherweise eingespart.

Optisch und haptisch hinterlässt der GMKtech NucBox M8 sofort einen sehr hochwertigen Eindruck. Das Gehäuse besteht größtenteils aus Aluminium mit einem sauberen silbernen Finish und verzichtet weitgehend auf billig wirkendes Plastik. Dadurch wirkt der Stuhl beziehungsweise der PC haptisch äußerst robust und wertig.

Bei den Anschlüssen lässt das Gerät kaum Wünsche offen. An der Front befinden sich ein USB-C-Port, zwei USB-A-3.0-Anschlüsse, eine Klinkenbuchse, der Power-Button und der OcuLink-Port. Die Rückseite beherbergt zwei weitere USB-A-Anschlüsse, HDMI, DisplayPort sowie zwei schnelle 2.5-Gigabit-LAN-Ports.

Ein Blick ins Innere: Durchdachtes Kühlsystem

Nach dem Entfernen der vier Gummifüße an der Unterseite gelangt man problemlos an die Komponenten. Im Inneren zeigt sich eine technische Besonderheit in Form eines Dual-Fan-Kühlsystems mit zwei separaten Lüftern.

Der untere Lüfter ist direkt für die Kühlung des Prozessors zuständig. Unter dem oberen Lüfter befinden sich die verbaute NVMe-SSD sowie ein zweiter M.2-Steckplatz für Speichererweiterungen. Das bedeutet, dass der obere Lüfter die SSD und die umliegenden Komponenten aktiv auf Temperatur hält, was die Lebensdauer des Speichers verlängert.

Als Arbeitsspeicher kommt schneller LPDDR5-RAM zum Einsatz. Da dieser fest auf dem Mainboard verlötet ist, lässt er sich nachträglich nicht aufrüsten. Für Office-Anwendungen, Browsing und leichte kreative Arbeiten reichen die integrierten 16 GB jedoch völlig aus.

Performance im Alltag und in Benchmarks

In synthetischen Leistungstests zeigt der AMD Ryzen 5 Pro 6650H seine Stärken. Im Geekbench liefert die CPU gewohnt starke Ergebnisse ab, während im Cinebench R23 solide 1.958 Punkte im Multi-Core und 413 Punkte im Single-Core erzielt werden.

Auch im Alltags-Benchmark PCMark schneidet die NucBox M8 hervorragend ab. Das System reagiert extrem flott, sodass Multitasking, umfangreiche Tabellenkalkulationen und flüssiges Arbeiten ohne Verzögerungen möglich sind.

In der Praxis reserviert sich die integrierte Radeon 660M Grafikkarte rund 3,3 GB des Arbeitsspeichers als VRAM. Obwohl dies etwas aggressiv eingestellt ist, liefert die Grafikeinheit eine beachtliche Leistung ab und erreicht im 3DMark knapp 18.000 Punkte.

Gaming und eGPU-Erweiterung

Für eSports-Titel wie Counter-Strike reicht die Leistung der integrierten Grafik mühelos aus. In 1080p-Auflösung werden sehr flüssige Bildraten erreicht, und selbst unter 1440p bleibt das Spielgeschehen im Schnitt klar über der Marke von 60 Bildern pro Sekunde.

Selbst anspruchsvollere Adventure-Spiele lassen sich in Full-HD-Auflösung flüssig spielen, sofern man die Grafikdetails moderat anpasst. Für ein Gerät dieser Größenklasse ist das ein respektables Ergebnis.

Wer in Zukunft noch deutlich mehr Grafikleistung benötigt, kann den GMKtech NucBox M8 dank OcuLink-Schnittstelle und USB 4 problemlos mit einer externen Grafikkarte (eGPU) verbinden. Dadurch wird aus dem kompakten Office-Zwerg bei Bedarf eine vollwertige Gaming-Station.

Monitoranschlüsse und Netzwerk

In Sachen Display-Unterstützung erweist sich der Mini-PC als echter Allrounder. Über die Kombination aus HDMI, DisplayPort und dem voll ausgestatteten USB-C-Anschluss lässt sich mühelos ein Setup mit drei Monitoren gleichzeitig betreiben.

Besonders praktisch ist die Unterstützung von Power Delivery 3.0 über USB-C. So kann das Gerät nicht nur über ein kompatibles Monitorkabel mit Strom versorgt werden, sondern kann auch externe Displays direkt ohne eigenes Netzteil betreiben.

Für schnelle Netzwerkverbindungen sorgen gleich zwei 2.5-Gigabit-Ethernet-Anschlüsse auf der Rückseite. Ergänzt wird das Paket durch modernes Wi-Fi 6E sowie Bluetooth 5.2 für kabellose Peripheriegeräte.

Lüfterlautstärke und Optimierung per Software

Der einzige Schwachpunkt im Werkszustand ist das Lüfterverhalten. Selbst im Leerlauf (Idle) laufen die Lüfter spürbar laut, obwohl das System thermisch kaum gefordert wird. Da das BIOS nur feste Lüftergeschwindigkeiten und keine flexiblen Kurven bietet, lässt sich das Problem dort nicht direkt beheben.

Mit einer kostenlosen Software-Lösung wie Fan Control lässt sich dieser Makel jedoch schnell beseitigen. Durch das Anlegen einer eigenen Lüfterkurve arbeitet die NucBox M8 bei leichten Aufgaben nahezu geräuschlos, während die Temperaturen unter Volllast weiterhin im grünen Bereich bleiben.

Fazit: Lohnt sich der GMKtech NucBox M8?

Der GMKtech NucBox M8 bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Er überzeugt mit exzellenter Verarbeitungsqualität, starker Arbeitsleistung und einer Anschlussvielfalt, die selbst manche Desktop-PCs in den Schatten stellt.

Trotz der ab Werk etwas lauten Lüfter lässt sich der Mini-PC mit wenigen Handgriffen perfekt optimieren. Wer ein kompaktes, erweiterbares und leistungsfähiges Gerät für Homeoffice, Medienkonsum und gelegentliches Gaming sucht, macht mit der NucBox M8 alles richtig.

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