Ultima X70 Test 7.1.4 Dolby Atmos im test review
Ultima X70 Test 7.1.4 Dolby Atmos im test review

Ultima X70 Test: 7.1.4 Dolby Atmos im Praxistest

Ultima X70 Test: 7.1.4 Dolby Atmos Surround-System im Praxistest

Wer den TV-Sound deutlich verbessern möchte, landet schnell bei einer Soundbar. Das Ultima X70 geht allerdings einen Schritt weiter: Statt einer einzelnen Leiste bekommt man ein komplettes 7.1.4-Surround-System mit kabellosem Subwoofer und zwei Rear-Lautsprechern. Dazu kommen Dolby Atmos, vier nach oben abstrahlende Lautsprecher und eine App zur Steuerung. Mit einem Preis von 799 US-Dollar gehört das X70 nicht zu den günstigsten Lösungen. Dafür soll es einen Heimkino-Sound ermöglichen, ohne dass man einen separaten AV-Receiver und zahlreiche Lautsprecher samt Kabeln installieren muss.

4,5
von 5

ULTIMEA Skywave X70 7.1.4

Redaktionsbewertung · Reine Redaktionsbewertung

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Bewertung im Überblick

Klangqualität 4,6 / 5
Surround & Dolby Atmos 4,3 / 5
Ausstattung 4,6 / 5
Bedienung & Einrichtung 4,5 / 5
Preis-Leistung 4,3 / 5

Vorteile

  • Kräftiger und kontrollierter Klang mit starkem Bass
  • 7.1.4-Surround-System mit vier Up-Firing-Lautsprechern
  • Einfache Einrichtung und umfangreiche Steuerung per App

Nachteile

  • Großer Platzbedarf durch Subwoofer und Rear-Lautsprecher
  • Für kleine Wohnungen möglicherweise überdimensioniert
  • Lautstärkeänderungen über das Smartphone fallen teilweise sehr deutlich aus

Fazit der Redaktion

Das ULTIMEA Skywave X70 bietet ein umfangreiches 7.1.4-Heimkino-Setup mit Dolby Atmos, kabellosem Subwoofer und Rear-Lautsprechern. Besonders überzeugen die einfache Einrichtung, der kräftige Klang und die vielen Einstellungsmöglichkeiten. Der hohe Platzbedarf sollte allerdings vor dem Kauf eingeplant werden.

Tech Profis

Der größte praktische Nachteil ist der benötigte Platz. Der Subwoofer ist groß und auch die Rear-Lautsprecher müssen sinnvoll hinter der Sitzposition aufgestellt werden.

Lieferumfang und Einrichtung

Das X70 besteht aus mehreren Komponenten, die für ein vollständiges Surround-Setup benötigt werden. Die Haupt-Soundbar wird in drei Teilen geliefert, die sich einfach miteinander verbinden lassen. Dazu kommen ein kabelloser 10-Zoll-Subwoofer sowie zwei kabellose Rear-Lautsprecher. Der Subwoofer wird bereits mit der Hauptbar gekoppelt. Nach dem Anschließen und Einschalten verbindet er sich automatisch. Auch die beiden hinteren Lautsprecher sind kabellos und werden automatisch mit dem System verbunden. Sie können auf Ständern platziert oder mithilfe der mitgelieferten Halterungen an der Wand montiert werden.

Die Einrichtung am Fernseher fällt ebenfalls unkompliziert aus. Im Test wurde der HDMI-eARC-Anschluss verwendet. Für Dolby Atmos ist diese Verbindung besonders wichtig, da der Atmos-Passthrough über HDMI-eARC erfolgt. Eine Kleinigkeit sollte man allerdings wissen: Wer die Audioquelle wechselt, sollte laut den Erfahrungen aus dem Test die Hauptanlage zunächst ausschalten und vom Strom trennen, bevor die Quelle geändert wird. Die Fernbedienung benötigt außerdem zwei AAA-Batterien, die nicht im Lieferumfang enthalten sind.

Ultima X70 Test 7.1.4 Dolby Atmos im Praxistest
Ultima X70 Test 7.1.4 Dolby Atmos im Praxistest

Anschlüsse und Dolby Atmos

Auf der Rückseite der Soundbar stehen insgesamt fünf Anschlüsse zur Verfügung:

AnschlussVerwendung
HDMI eARCDolby Atmos und Verbindung mit dem Fernseher
HDMIWeitere Geräte bzw. zusätzliche HDMI-Verbindung
OptischAlternative Audioverbindung
USBUSB-Anschluss
DC InStromversorgung

Für Dolby Atmos sollte der Fernseher HDMI-eARC unterstützen. Zusätzlich muss in den Audioeinstellungen des Fernsehers der entsprechende Passthrough aktiviert sein. Praktisch ist, dass die Soundbar über zwei HDMI-Anschlüsse verfügt. Dadurch lässt sich beispielsweise ein weiteres Gerät am normalen HDMI-Anschluss betreiben, während die Soundbar über eARC mit dem Fernseher verbunden wird. Auch mit einem Apple TV 4K soll das Setup Dolby-Atmos-Passthrough ermöglichen, sofern das Gerät entsprechend angeschlossen wird.

Design und Verarbeitung

Optisch hinterlässt das Ultima X70 einen hochwertigen Eindruck. Die Soundbar besitzt eine matte Oberfläche mit roségoldenen Akzenten und ein LED-Display auf der Vorderseite. Der Subwoofer setzt sich mit einer holzähnlichen Struktur an der Unterseite etwas ab. Der Gesamteindruck wird im Test als sehr sauber und hochwertig beschrieben. Gerade für ein Surround-System mit mehreren Komponenten wirkt das Setup optisch relativ zurückhaltend und fügt sich gut in ein Wohnzimmer ein. Beim Aufbau sollte man allerdings ausreichend Platz einplanen. Der Subwoofer ist groß und schwer und auch die beiden Rear-Lautsprecher benötigen einen geeigneten Platz hinter beziehungsweise neben der Sitzposition.

Anschlüsse und Ultima X70 Test 7.1.4 Dolby Atmos test
Anschlüsse und Ultima X70 Test 7.1.4 Dolby Atmos test

Die vier Up-Firing-Lautsprecher

Ein zentraler Bestandteil des X70 sind die vier nach oben abstrahlenden Lautsprecher. Zwei befinden sich in der Haupt-Soundbar, jeweils einer sitzt in den beiden Rear-Lautsprechern. Genau diese Lautsprecher sollen den räumlichen Eindruck von Dolby Atmos erzeugen. Bei nativem Atmos-Material funktioniert das laut Test besonders gut: Der Klang kommt nicht nur von vorne und von den Seiten, sondern ist auch oberhalb der eigenen Position wahrnehmbar. Damit unterscheidet sich das X70 deutlich von einer gewöhnlichen Soundbar, die hauptsächlich versucht, Surround-Effekte virtuell zu erzeugen.

Klang im Heimkino

Bei Filmen spielt das X70 seine Stärken vor allem mit echtem Dolby-Atmos-Material aus. Die Höhenkanäle erzeugen einen deutlich räumlicheren Eindruck und sorgen dafür, dass Geräusche nicht ausschließlich aus der Ebene rund um den Fernseher kommen. Auch der Subwoofer fällt positiv auf. Ultima setzt hier auf eine sogenannte Gravis-Technologie und eine 40-Liter-Akustikkammer. Das Konzept soll dafür sorgen, dass der Bass kontrolliert bleibt und nicht einfach nur möglichst laut wirkt. Im Test wird genau dieser Eindruck hervorgehoben: Explosionen und tiefe Soundeffekte kommen kräftig, ohne dabei unnötig schwammig oder übermäßig dröhnend zu wirken.

X-Upmix für normales TV- und YouTube-Material

Interessant ist das X-Upmix-Feature. Damit lassen sich auch Inhalte ohne natives Dolby Atmos auf einen immersiveren Surround-Klang hochrechnen. Das ist beispielsweise für normales Fernsehen oder YouTube interessant. Im Test wurde zwischen aktiviertem und deaktiviertem X-Upmix gewechselt und dabei ein hörbarer Unterschied festgestellt. Die Funktion lässt sich direkt über die Fernbedienung aktivieren. Wer also nicht ausschließlich Dolby-Atmos-Filme schaut, bekommt damit auch bei gewöhnlichen Inhalten einen räumlicheren Klang.

Sechs EQ-Modi

Für unterschiedliche Inhalte stehen sechs Equalizer-Voreinstellungen zur Verfügung:

  • Standard
  • Cinema
  • Music
  • Voice
  • Game
  • Night

Für Filme wurde im Test überwiegend der Cinema-Modus verwendet. Standard eignet sich eher für alltägliches Fernsehen, während der Voice-Modus Stimmen stärker in den Vordergrund rückt. Gerade bei dialoglastigen Inhalten kann das praktisch sein, da Sprache dadurch besser aus dem restlichen Klangbild hervorgehoben wird.

Musik über Bluetooth

Das X70 lässt sich auch unabhängig vom Fernseher verwenden. Im Test wurde ein iPhone 13 mini per Bluetooth verbunden und anschließend Musik über Spotify abgespielt. Der Music-Modus hinterließ dabei einen guten Eindruck. Hohe Frequenzen wurden auch bei höherer Lautstärke nicht als unangenehm beschrieben, während der Bass kontrolliert blieb. Interessant ist außerdem, dass die Soundbar auch bei ausgeschaltetem Fernseher über Bluetooth genutzt werden kann. Eine Besonderheit zeigte sich allerdings bei der Lautstärkeregelung: Die Lautstärketasten des Smartphones veränderten die Lautstärke der Soundbar teilweise sehr deutlich. Deshalb empfiehlt sich für eine feinere Anpassung die mitgelieferte Fernbedienung oder die Ultima-App.

Ultima-App

Die App ist einer der praktischeren Bestandteile des Systems. Sie ist für iOS und Android verfügbar und erlaubt unter anderem die Steuerung der Lautstärke und die Auswahl der Eingangsquelle. Noch interessanter sind die individuellen Einstellungsmöglichkeiten. Neben dem EQ lassen sich der Subwoofer und die beiden Rear-Lautsprecher separat anpassen. Damit kann das Klangbild stärker an den eigenen Raum und die Sitzposition angepasst werden.

Neural-Core und technische Ausstattung

Im Inneren arbeitet laut den Angaben im Test ein sogenannter Neural-Core-Prozessor. Dabei handelt es sich um eine Triple-Core-DSP-Lösung, die von einem Dual-Core-MCU ergänzt wird und mit 24 Bit sowie 192 kHz arbeitet. Die angegebene Rechenleistung liegt bei 2.000 MIPS. Die Verarbeitung soll unter anderem für Surround-Sound, virtuelle Höhenkanäle und die Raumkalibrierung zuständig sein. Beim Verstärker kommt außerdem Galliumnitrid-Technologie zum Einsatz. Laut den Angaben soll diese gegenüber herkömmlichen Silizium-Verstärkern effizienter arbeiten und weniger Wärme erzeugen. Die kabellose Kommunikation zwischen Soundbar, Subwoofer und Rear-Lautsprechern erfolgt über zwei 5-GHz-Kanäle. Im Test kam es während der Nutzung zu keinen wahrgenommenen Verbindungsabbrüchen.

980 Watt und 20 Hz Subwoofer

Die maximale Systemleistung wird mit 980 Watt angegeben. Für den Subwoofer nennt Ultima einen Frequenzgang bis hinunter zu 20 Hz. Beide Werte stammen aus den Angaben zum System und sollten entsprechend nicht mit einem unabhängig gemessenen Laborergebnis verwechselt werden.

Für wen eignet sich das Ultima X70?

Das X70 richtet sich vor allem an Nutzer, die einen deutlichen Schritt über die integrierten TV-Lautsprecher hinaus machen möchten, ohne gleich einen kompletten AV-Receiver mit einzelnen Lautsprechern und umfangreicher Verkabelung aufzubauen. Genau hier liegt einer der interessantesten Punkte des Systems: Trotz der mehreren Lautsprecher bleibt die Einrichtung vergleichsweise einfach. Subwoofer und Rear-Lautsprecher sind kabellos und bereits gekoppelt.

Wer dagegen nur wenig Platz zur Verfügung hat, sollte die Größe des Systems berücksichtigen. Neben der Soundbar muss Platz für den Subwoofer vorhanden sein und die Rear-Lautsprecher benötigen ebenfalls eine sinnvolle Position hinter der Sitzfläche. Für ein kleines Apartment kann ein kompakteres System deshalb praktischer sein.

Stärken

  • Komplettes 7.1.4-Surround-System
  • Dolby Atmos mit vier Up-Firing-Lautsprechern
  • Kabelloser Subwoofer
  • Kabellose Rear-Lautsprecher
  • Einfache Einrichtung
  • Automatische Kopplung der Lautsprecher
  • HDMI-eARC mit Dolby-Atmos-Passthrough
  • Sechs EQ-Modi
  • X-Upmix für normale Inhalte
  • App mit umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten
  • Separater Pegel für Subwoofer und Rear-Lautsprecher
  • Im Test keine wahrgenommenen Wireless-Aussetzer
  • Hochwertiger Gesamteindruck

Schwächen

  • Relativ großer Platzbedarf
  • Schwerer Subwoofer
  • Für kleine Räume möglicherweise überdimensioniert
  • AAA-Batterien für die Fernbedienung sind nicht enthalten
  • Für Dolby Atmos wird ein kompatibler HDMI-eARC-Anschluss am Fernseher benötigt
  • Lautstärkeänderungen über das Smartphone können sehr deutlich ausfallen

Preis-Leistung

Das Ultima X70 wird im Test mit einem Preis von 799 US-Dollar angegeben. Damit liegt es deutlich über einer einfachen Soundbar, bietet dafür aber auch ein vollständiges 7.1.4-System mit Subwoofer und Rear-Lautsprechern. Genau darin liegt der Ansatz des X70: Wer ein vergleichbares Heimkino-Setup aus einzelnen Komponenten zusammenstellen würde, müsste zusätzlich einen AV-Receiver, mehrere Lautsprecher und entsprechende Verkabelung einplanen. Für den vorgesehenen Einsatzzweck wird das X70 im Test deshalb als besonders interessant eingeschätzt. Gleichzeitig sollte der Platzbedarf berücksichtigt werden, bevor man sich für das System entscheidet.

Fazit

Das Ultima X70 ist deutlich mehr als eine klassische Soundbar. Mit 7.1.4-Kanälen, vier Up-Firing-Lautsprechern, kabellosem Subwoofer und zwei kabellosen Rear-Lautsprechern bringt es ein komplettes Surround-Setup ins Wohnzimmer, ohne dass dafür zahlreiche Audiokabel verlegt werden müssen. Besonders überzeugend wirkt im Test die Kombination aus einfacher Einrichtung und den Möglichkeiten zur individuellen Anpassung. Dolby Atmos sorgt bei entsprechendem Material für einen räumlichen Klang, während X-Upmix auch gewöhnliche TV- und YouTube-Inhalte aufwerten kann. Die App und die verschiedenen EQ-Modi machen das System zusätzlich flexibel.

Der größte praktische Nachteil ist der benötigte Platz. Der Subwoofer ist groß und auch die Rear-Lautsprecher müssen sinnvoll hinter der Sitzposition aufgestellt werden. Für ein kleines Wohnzimmer oder Apartment ist das System daher möglicherweise weniger passend. Wer dagegen ein richtiges Heimkino-Erlebnis möchte, aber keinen vollständigen AV-Receiver-Aufbau mit vielen Kabeln realisieren will, bekommt mit dem X70 ein sehr umfangreich ausgestattetes Surround-System. Gerade die Kombination aus 7.1.4, Dolby Atmos und kabellosen Komponenten macht den Ansatz interessant.

Siehe auch: Ultimea Skywave X60 im Test

Häufig gestellte Fragen

  1. Für wen ist das Ultima X70 geeignet?

    Das X70 richtet sich an Nutzer, die den TV-Sound deutlich verbessern und ein vollständiges Surround-System nutzen möchten, ohne einen separaten AV-Receiver und zahlreiche Einzelkomponenten aufzubauen.

  2. Unterstützt das Ultima X70 Dolby Atmos?

    Ja. Das X70 ist als 7.1.4-Surround-System für Dolby Atmos ausgelegt. Für Dolby-Atmos-Passthrough wird HDMI-eARC benötigt.

  3. Sind Subwoofer und Rear-Lautsprecher kabellos?

    Ja. Sowohl der Subwoofer als auch die beiden hinteren Lautsprecher werden kabellos mit der Haupt-Soundbar verbunden und sind laut Test bereits entsprechend gekoppelt.

  4. Kann man mit dem X70 Musik über Bluetooth hören?

    Ja. Im Test wurde ein iPhone 13 mini per Bluetooth verbunden und Musik über Spotify wiedergegeben. Die Soundbar kann dabei auch bei ausgeschaltetem Fernseher genutzt werden.

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