NiPoGi P2 Mini PC im Test: Günstiger Allrounder oder nur ein Kompromiss?
NiPoGi P2 Mini PC im Test: Günstiger Allrounder oder nur ein Kompromiss?

NiPoGi P2 Mini PC im Test

NiPoGi P2 Mini PC im Test: Günstiger Allrounder oder nur ein Kompromiss?

Mini-PCs werden immer beliebter – vor allem dann, wenn sie viel Ausstattung zu einem niedrigen Preis bieten. Genau das verspricht der NiPoGi P2 Mini PC. Mit 16 GB RAM, einer 500 GB SSD und vorinstalliertem Windows 11 Pro klingt das Ganze auf dem Papier fast zu gut, um wahr zu sein. Gerade in Zeiten steigender Hardwarepreise wirkt dieses Gesamtpaket überraschend attraktiv.

Technische Daten des NiPoGi P2

  • Prozessor: AMD Ryzen 3 4300U
  • Arbeitsspeicher: 16 GB (Single-Channel)
  • Speicher: 500 GB SATA SSD (M.2)
  • Betriebssystem: Windows 11 Pro (aktiviert)
  • Anschlüsse: USB-C (10 Gbps + DisplayPort), HDMI, DisplayPort, USB-A, LAN
  • Besonderheit: Triple-Display-Support (bis zu 3 Monitore gleichzeitig)

Doch wie so oft sagen technische Daten nicht alles aus. Entscheidend ist, wie sich der Mini-PC im Alltag schlägt – und genau das habe ich mir genauer angeschaut.

Schon beim Auspacken fällt auf, dass der Hersteller zwar die wichtigsten Spezifikationen wie RAM und Speicher auf der Verpackung angibt, der Prozessor aber überraschenderweise nicht erwähnt wird. Im Lieferumfang ist alles enthalten, was man erwartet: Neben dem Gerät selbst gibt es ein HDMI-Kabel, ein Netzteil, eine VESA-Halterung und ein kleines Handbuch. Etwas unschön war allerdings, dass das Gehäuse meines Geräts bereits leichte Kratzer hatte. Das sollte bei einem neuen Produkt eigentlich nicht vorkommen, könnte aber auch einfach Pech gewesen sein.

Lieferumfang & erster Eindruck

  • Mini-PC
  • HDMI-Kabel
  • Netzteil
  • VESA-Halterung
  • Benutzerhandbuch

Optisch macht der Mini-PC einen kompakten und aufgeräumten Eindruck. Er passt problemlos auf jeden Schreibtisch und lässt sich dank seiner Größe auch unauffällig hinter einem Monitor montieren. Die goldenen Akzente am Gehäuse sind Geschmackssache – sie verleihen dem Gerät zwar einen auffälligeren Look, wirken aber nicht unbedingt wie ein klassischer Office-PC.

Bei den Anschlüssen zeigt sich der NiPoGi P2 überraschend vielseitig. Vorne stehen unter anderem ein schneller USB-C-Port mit DisplayPort-Unterstützung, zwei USB-A-Anschlüsse und ein Audioanschluss zur Verfügung. Auf der Rückseite kommen HDMI, DisplayPort, mehrere USB-Ports und ein LAN-Anschluss hinzu. Besonders interessant ist die Möglichkeit, bis zu drei Monitore gleichzeitig zu betreiben. Für produktives Arbeiten mit mehreren Fenstern ist das ein echter Vorteil und in dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich.

Ein Blick ins Innere zeigt dann auch, wie der günstige Preis zustande kommt. Verbaut ist eine M.2-SSD, allerdings handelt es sich um eine SATA-Variante und nicht um die deutlich schnellere NVMe-Technologie. Zudem scheint es sich um eine eher einfache SSD ohne DRAM-Cache zu handeln. Auch beim Arbeitsspeicher wird gespart: Zwar sind 16 GB verbaut, allerdings nur in Form eines einzelnen Riegels. Dadurch läuft das System im sogenannten Single-Channel-Modus, was sich vor allem bei grafiklastigen Anwendungen bemerkbar machen kann. Immerhin gibt es sowohl einen freien RAM-Slot als auch einen zusätzlichen M.2-Steckplatz für Upgrades.

Im Alltag liefert der Mini-PC genau die Leistung, die man erwarten würde. Anwendungen wie Office, Web-Browsing, Streaming oder Videokonferenzen laufen flüssig und ohne spürbare Verzögerungen. Auch bei längerer Nutzung bleibt die Performance stabil, ohne dass es zu Einbrüchen kommt. Der verbaute AMD Ryzen 3 4300U erreicht dabei ordentliche Taktraten und arbeitet effizient innerhalb des kompakten Gehäuses.

Überraschend positiv fällt die Kühlung auf. Selbst unter Last bleiben die Temperaturen im grünen Bereich, und der Lüfter arbeitet angenehm leise. Viele Mini-PCs neigen zu plötzlich hochdrehenden Lüftern, was hier erfreulicherweise nicht der Fall ist. Stattdessen bleibt das Geräuschprofil konstant und unaufdringlich – ein klarer Pluspunkt im Alltag.

Beim Thema Gaming sollte man allerdings realistisch bleiben. Der Mini-PC ist eindeutig nicht dafür gemacht, aktuelle Spiele flüssig darzustellen. Leichte Titel oder ältere Spiele laufen zwar auf niedrigen Einstellungen durchaus spielbar, aber hier stößt die integrierte Grafik schnell an ihre Grenzen. Besonders der Single-Channel-RAM limitiert die Leistung zusätzlich. Für gelegentliches Gaming reicht es, mehr aber auch nicht.

Auch die SSD verhält sich genau so, wie man es von einem günstigen Modell erwarten würde. Die Geschwindigkeiten sind für alltägliche Aufgaben völlig ausreichend, allerdings zeigen sich bei großen Dateiübertragungen deutliche Einbrüche. Das liegt daran, dass der interne Cache der SSD irgendwann ausgelastet ist – ein typisches Verhalten bei günstigeren Modellen. Für normale Nutzung fällt das kaum ins Gewicht, wer jedoch regelmäßig große Datenmengen bewegt, sollte das im Hinterkopf behalten.

Ein echtes Highlight bleibt hingegen die Unterstützung für bis zu drei Monitore in 4K mit 60 Hz. Gerade für produktive Anwendungen, Multitasking oder Setups mit mehreren Displays ist das ein großer Vorteil und macht den Mini-PC besonders interessant für den Büroalltag.

Am Ende stellt sich natürlich die entscheidende Frage: Lohnt sich der Kauf für rund 269 Euro? Die Antwort ist ein klassisches Jein. Wer einen günstigen, kompakten Rechner für alltägliche Aufgaben sucht, bekommt hier ein sehr solides Gesamtpaket. Die Kombination aus 16 GB RAM, ausreichend Speicher und vielseitigen Anschlussmöglichkeiten ist in dieser Preisklasse definitiv attraktiv.

Wer allerdings mehr Leistung benötigt oder das System langfristig nutzen möchte, sollte über ein stärkeres Modell nachdenken – idealerweise mit modernerem Prozessor, schneller NVMe-SSD und Dual-Channel-RAM. Der Aufpreis ist oft überschaubar, der Leistungsunterschied aber deutlich spürbar.

Preis-Leistung: Lohnt sich der Kauf?

Der Preis liegt bei etwa 269 €.

✅ Dafür bekommst du:

  • 16 GB RAM
  • 500 GB SSD
  • Windows 11 Pro
  • Triple-Monitor-Support

❌ Nachteile:

  • ältere CPU
  • SATA statt NVMe
  • Single-Channel RAM

Unterm Strich macht der NiPoGi P2 Mini PC genau das, was er soll. Er ist kein Gaming-PC und auch keine High-End-Maschine, sondern ein günstiger, effizienter Begleiter für den Alltag. Wenn man seine Grenzen kennt und akzeptiert, bekommt man hier ein erstaunlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

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