PELADN WO4 Mini-PC mit Ryzen 5 5600H im Test Leistung, Schwächen & echtes Preis-Leistungs-Fazit
PELADN WO4 Mini-PC mit Ryzen 5 5600H im Test Leistung, Schwächen & echtes Preis-Leistungs-Fazit

PELADN WO4 Mini-PC mit Ryzen 5 5600H im Test: Leistung, Schwächen & echtes Preis-Leistungs-Fazit

Mini-PCs werden immer beliebter – egal ob fürs Home-Office, als kompakter Gaming-Einstieg oder für den Medienbereich. Ein Gerät, das dabei immer wieder auftaucht, ist der PELADN WO4 Mini-PC mit AMD Ryzen 5 5600H. Für rund 279€ wirkt er auf den ersten Blick extrem attraktiv. Doch wie schlägt er sich im Alltag wirklich?

Ich habe den WO4 ausführlich getestet und bin sowohl auf positive Überraschungen als auch auf ein paar deutliche Schwächen gestoßen.
Hier kommt mein vollständiger Erfahrungsbericht.


Unboxing & Erster Eindruck

Der Lieferumfang ist angenehm komplett:

  • der Mini-PC selbst
  • 19V-Netzteil
  • HDMI-Kabel
  • VESA-Halterung für die Montage hinter einem Monitor
  • SATA-Kabel für ein zusätzliches 2,5″-Laufwerk
  • Bedienungsanleitung

Nichts Außergewöhnliches – aber alles, was man braucht, ist dabei.

Weniger gelungen war allerdings mein erster Eindruck der Verarbeitung. Das magnetische Top-Cover saß schief, und beim Abnehmen lagen die vier Magneten lose im Deckel. Das ist eindeutig ein Qualitätskontrollfehler, der nicht passieren sollte.

Abgesehen davon wirkt das Gehäuse durchaus solide. Die Innenseite ist aufgeräumt, die NVMe-SSD bekommt sogar eine kleine Kühlplatte. Nur das Frontdesign wirkt optisch etwas altmodisch – funktional, aber nicht modern.


Anschlüsse & I/O – Eine echte Stärke

Hier punktet der PELADN WO4 überraschend deutlich.
Auf der Vorderseite gibt es:

  • Power-Button
  • 2× USB-A
  • 1× USB-C mit Daten + Video-Out
  • Kopfhörerbuchse
  • Clear-CMOS-Button (praktisch, aber optisch fragwürdig)

Auf der Rückseite folgen:

  • 2× USB-A
  • HDMI
  • DisplayPort
  • Gigabit LAN + 2.5G LAN
  • Netzteilanschluss

Damit lassen sich bis zu drei Monitore gleichzeitig betreiben – für ein Gerät in dieser Preisklasse sehr ungewöhnlich.


Triple-Monitor-Support im Test

Ja, es funktioniert tatsächlich problemlos – aber mit einer wichtigen Einschränkung:
Der HDMI-Port liefert nur 4K bei 30Hz. Für produktives Arbeiten okay, für 4K mit hoher Bildrate leider ungeeignet.

DisplayPort und USB-C dagegen liefen absolut sauber, sogar mit hohen Bildwiederholraten.


Innenleben & Kühlung

Im Inneren arbeitet ein kompakter Blower-Lüfter, der Luft von unten ansaugt und nach hinten ausbläst. Ein klassisches System für Mini-PCs – entscheidend ist die Leistung, und die zeigt sich erst in den Benchmarks.

Kritischer war die verbaute Arbeitsspeicher-Konfiguration:
nur ein DDR4-Riegel, also Single-Channel.
Für Ryzen-APUs ist das ein echter Bremsklotz, vor allem bei Spielen.


Setup & Alltagseinsatz

Der PC kommt mit Windows 11 Pro, direkt startklar.
Keine Treiberprobleme, keine Abstürze – alles funktionierte sofort.


CPU-Leistung – Ryzen 5 5600H liefert ab

Der Ryzen 5 5600H ist ein 6-Kern-Prozessor mit 12 Threads und 45W TDP, der in Laptops regelmäßig überzeugt. Das gilt auch hier:

  • Cinebench R23 Multi: 8.792 Punkte
  • Cinebench R23 Single: 1.333 Punkte

Die Kühlung hält dabei erstaunlich gut mit:

  • 72°C im Benchmark
  • 74°C im Dauer-Stresstest
  • Kein Throttling

Das ist auf Mini-PC-Niveau absolut solide.


SSD-Performance – Schneller als erwartet

Die verbaute NVMe-SSD liefert:

  • Lesen: ~3300 MB/s
  • Schreiben: ~2700 MB/s

Für ein Budget-Gerät wirklich starke Werte.
Erweiterbar ist das System außerdem per 2,5″-SATA-Laufwerk.


USB-C & Datentransfer

Der Front-USB-C-Port erreicht rund 800 MB/s, was auf USB 3.2 Gen 2 (10 Gbps) schließen lässt – ein klarer Pluspunkt.
Dass dieser Anschluss zusätzlich als Monitor-Ausgang funktioniert, ist ein weiterer Bonus.


Gaming – Single-Channel bremst hart

Mit dem Standard-RAM ist Gaming möglich, aber nicht schön. Typische Ergebnisse:

  • Marvel Rivals (1080p, Low): 30–40 FPS
  • NfS Unbound (720p, Low): ~30 FPS
  • CS2 (1080p, Low): 60+ FPS

In 3DMark Steel Nomad Light erreichte das Gerät 833 Punkte, was für Vega-Grafik im Single-Channel-Betrieb normal ist.


Upgrade: Dual-Channel RAM – Der Gamechanger

Nach dem Tausch auf zwei RAM-Module (2× 8GB) änderte sich fast alles.
Trotz geringerer Taktung erzielte das System:

  • rund 50% mehr Spieleleistung
  • spürbar bessere Ladezeiten
  • deutlich flüssigere Menüanimationen

3DMark zeigte sogar das beste bisher gemessene Ergebnis für Vega-iGPU auf 5600H-Basis.

Wer diesen Mini-PC kauft, sollte Dual-Channel RAM unbedingt einplanen.


Fazit – Lohnt sich der PELADN WO4?

Der WO4 hat Macken, keine Frage:

  • das defekte magnetische Top-Cover
  • Single-Channel RAM ab Werk
  • HDMI nur 4K@30Hz
  • altbackenes Frontdesign

Aber gleichzeitig liefert er erstaunlich viel:

✓ sehr gute CPU-Leistung
✓ starke SSD
✓ stabile Temperaturen
✓ USB-C mit Video-Out
✓ 2.5G-LAN + Gigabit-LAN
✓ drei Monitoranschlüsse
✓ ordentliche Verarbeitung innen
✓ extrem gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Mit Dual-Channel RAM wird er zu einem richtig guten Budget-Gaming-PC, Office-Rechner oder HTPC – für kleines Geld.


Aktueller Preis & Bezugsquelle

Den PELADN WO4 gibt es aktuell für rund 279€.
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Wenn du bereits Erfahrungen mit dem WO4 gesammelt hast oder noch Fragen zum Gerät hast, schreib’s gerne in die Kommentare!

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